Turguts Leidenschaft

Seit seiner Kindheit war Turgut ein großer Sportfan. Er verfolgte alle Fußballspiele und andere Sportveranstaltungen am Fernseher und versuchte sein Glück auch auf dem Bolzplatz. Doch dort wollte sich der Erfolg nicht wirklich einstellen und darum beschloss er, seiner Leidenschaft vor dem Fernseher und in den Zuschauerrängen des Stadions zu frönen.

Wetten gehören dazu

Schon in seiner Jugend schloss Turgut mit den Nachbarsjungen Wetten auf Fußballspiele ab. Als großer Fan war er stets bestens über die Form der Spieler informiert, und so war er meist in der Lage, den Sieger vorauszusagen. Später, als er alt genug war, besuchte er auch gerne das lokale Wettbüro, aus welchem er oft mit gut gefüllten Taschen nach Hause zurückkehrte. Seine Leidenschaft hatte sich für ihn zu einem Nebenerwerb entwickelt.

Die Weltmeisterschaft

Vor der letzten Weltmeisterschaft saß Turgut eines Abends mit seinen Freunden zusammen. Dabei gab jeder einen Tipp für den Ausgang der Weltmeisterschaft ab, und sie alle zahlten zehn Euro in den Wettpott ein. Wer die besten Voraussagen abgab, sollte diesen Pott gewinnen. Doch Turgut hatte noch eine andere Idee. Er wollte diesen Tipp auch im Wettbüro abgeben. Dies tat er dann auch, und so setzte er am nächsten Tag zehn Euro auf den Ausgang jedes Spiels der Fußball-Weltmeisterschaft.

Als die Vorrunden begannen, war Turgut hocherfreut. Alle seine Voraussagen waren richtig. Er gewann eine nicht unansehnliche Summe, doch nun ging er davon aus, dass ihn sein Glück verlassen würde. Doch dies war nicht so. Runde für Runde entsprach das Resultat exakt Turguts vorhersage. Seine Laune stieg und ebenso der Stand seines Bankkontos. Am Finaltag konnte Turgut die Spannung kaum mehr aushalten. Die von ihm vorausgesagten Teams standen auf dem Platz. Wenn jetzt noch die richtige Mannschaft gewinnen sollte, dann holte er sich nicht nur dem Wettpott seiner Freunde, sondern auch 5 Millionen vom Wettbüro. Tatsächlich lag Turgut auch hier richtig, und so ist er heute ein reicher Mann. Sportwetten gibt er aber immer noch ab.